Was macht Vitamin C in unserem Körper?
Immunsystem: Vitamin C unterstützt die normale Funktion des Immunsystems.
Haut und Bindegewebe: Es wird für die Bildung von Kollagen benötigt, einem wichtigen Bestandteil von Haut, Knorpel, Knochen und Blutgefäßen.
Wundheilung: Es unterstützt die normale Wundheilung durch seine Rolle bei der Kollagenbildung.
Zellschutz: Als Antioxidans hilft es, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
Eisenaufnahme: Es verbessert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln.
Energiestoffwechsel: Vitamin C trägt dazu bei, Müdigkeit und Ermüdung zu verringern.
Die Hagebutte ist damit eine sinnvolle Ergänzung für eine abwechslungsreiche Ernährung. Sie muss allerdings nicht gleich zur persönlichen Vitamin-C-Polizei ernannt werden: Wer ausreichend Obst und Gemüse isst, ist in der Regel gut versorgt.
Vitaminbombe: Die Hagebutte
Kleine rote Frucht, große Wirkung: Warum die Hagebutte mehr kann, als nur im Herbst hübsch auszusehen
Wer im Herbst an Hecken und Waldrändern unterwegs ist, entdeckt sie überall: kleine, leuchtend orangene bis rote Früchte, die zwischen den Zweigen der Wildrosen hängen. Die Hagebutte! Für manche ist sie Kindheitserinnerung, für andere die Grundlage eines leckeren Tees oder einer fruchtigen Marmelade. Und für die Natur ist sie ein wertvolles Nahrungsangebot für zahlreiche Tiere.
Doch die Hagebutte kann noch mehr. Sie enthält wertvolle Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe. Besonders ihr Vitamin-C-Gehalt macht sie interessant für eine ausgewogene Ernährung (siehe Infokasten). Zeit also, der roten Wildfrucht einmal genauer auf den Kern – beziehungsweise auf die Kerne – zu schauen.
Was ist die Hagebutte eigentlich?
Die Hagebutte ist die Sammelfrucht verschiedener Wildrosenarten, besonders der Hundsrose (Rosa canina). Botanisch betrachtet handelt es sich nicht um eine einzelne Beere, sondern um eine sogenannte Sammelnussfrucht: Im Inneren befinden sich zahlreiche kleine, harte Nüsschen, die von feinen Härchen umgeben sind.
Und genau diese Härchen haben es in sich! Wer als Kind schon einmal mit den feinen Hagebuttenhärchen Bekanntschaft gemacht hat, kennt vermutlich das berüchtigte Juckpulver. Ein harmloser Streich aus Kindertagen – zumindest für denjenigen, der nicht gerade das Opfer war.
Vitamine und Nährstoffe
Neben dem hohen Gehalt an Vitamin C beinhaltet die Hagebutte auch Vitamin A (bzw. seine Vorstufen), Vitamine E, B-Vitamine und Ballaststoffe. Damit unterstützt sie das Immunsystem, hilft bei Arthrose in Gelenken und unterstützt unsere Verdauung.
Aus Hagebutten lassen sich viele leckere Dinge herstellen: Marmelade, Fruchtmus, Sirup, Tee, Chutney oder Fruchtpulver. Bei Gelegenheit stellen wir ein Rezept ein. Ansonsten auch einfach mal bei der Wanderung pflücken, öffnen und die Kerne und Härchen entfernen. Dann das rote Fleisch genießen – das gibt Energie für die nächsten Kilometer.
Als normales Lebensmittel sind Hagebutten für die meisten Menschen gut verträglich. Trotzdem gibt es ein paar Dinge zu beachten:
Feine Härchen: Sie können Haut und Schleimhäute reizen. Die Früchte sollten daher sorgfältig verarbeitet und die Härchen zuverlässig entfernt werden.
Magen-Darm-Beschwerden: Größere Mengen bestimmter Hagebuttenprodukte können bei empfindlichen Menschen Verdauungsbeschwerden verursachen.
Und wie immer gilt: Ich gebe weder ein Heilversprechen ab noch übernehme ich trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit.
Pflücken und Verarbeitung
Die Hagebutte reift meist im Spätsommer und Herbst. Je nach Wetter und Standort kann man sie von etwa September bis in den Winter hinein finden. Nach dem ersten Frost werden manche Früchte weicher und süßer, allerdings verändert sich dabei auch ihre Zusammensetzung.
Je nach Wildrosenart, Reifegrad, Standort und Verarbeitung kann der Gehalt von Vitamin C und den anderen Nährstoffen erheblich schwanken.
Wer Hagebutten selbst sammeln möchte, sollte einige Dinge beachten:
Der richtige Zeitpunkt: Häufig eignen sich die Zeit Oktober und danach besonders gut, abhängig von Region, Wetter und Reifegrad.
Nur sicher bestimmte Früchte sammeln: Verwechsle die Früchte nicht mit unbekannten Pflanzen und sammle nicht an stark befahrenen Straßen oder möglicherweise belasteten Standorten.
Gründlich reinigen: Die Früchte sollten vor der Verarbeitung sorgfältig gewaschen werden.
Kerne und Härchen beachten: Für Mus, Marmelade und viele andere Zubereitungen müssen Kerne und Härchen entfernt beziehungsweise zuverlässig ausgesiebt werden.
Schonend verarbeiten: Wer den Vitamin-C-Gehalt möglichst gut erhalten möchte, sollte lange und starke Hitzeeinwirkung vermeiden.
Energie aufgetankt?
Dann folgt unserem Roadtrip durch Deutschland
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